Nastansky, Ludwig: Administration 2003: Die Benutzeradministration ist tot, es lebe das Anwendermanagement !, GCC 2003.

- Von der Benutzerbuchhaltung zum Anwendermanagement ist es ein weiter Schritt, doch er muss gemacht werden -

THEMES: Nastansky, Ludwig\...\04_ADMIN-2003_...
META STRUCTURES: GCC Activities\...\Presentations | LN\...\04_ADMIN-2003_... | Projects\...\Public Present... | Projects\...\Public Present...
YEAR: 2003
 
Summary Keynote
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Administration 2003: Die Benutzeradministration ist tot, es lebe das Anwendermanagement !
- Von der Benutzerbuchhaltung zum Anwendermanagement ist es ein weiter Schritt, doch er muss gemacht werden -
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Prof. Dr. Ludwig Nastansky
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Eine Konsequenz der Explosion von Lösungen für e-Commerce ist, dass die Tätigkeiten, Serviceprofile und Systemkomponenten, die wir mit "Administration" verbinden, in nächster Zeit im Kern der Weiterentwicklung bestehender Lösungen wie auch neuer Anwendungen stehen werden. Eine gute Botschaft für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ADMIN 2003: "Unsere" Wissengebiete, technologischen Herausforderungen und Dienstleistungen werden immer wichtiger!
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Gleichwohl, wie zumeist in einer kompromissgetragenen Welt, haben die damit verbundenen Jobchancen und erfreulichen Aufwertungen der eigenen Kenntnisse wie Position in der Organisation ihren Preis. Zukünftige Administratoren werden nicht mehr das sein, was sie heute sind. Es findet, einmal mehr, ein grundlegender Paradigmenwechsel statt. Die damit zusammenhängenden Änderungen auf vielfältigen Ebenen betreffen besonders auch die Notes/Domino Middlewareplattform und die damit verbundenen Administrationsaufgaben. Notes/Domino basierte Lösungen sind auf kontextuelle und on-demand Kollaboration von Menschen ausgerichtet, die in Teamstrukturen innerbetrieblich wie überbetrieblich arbeiten. Die innovative "gute" Notes/Domino basierte Anwendung der post-proprietären Zeit wird sich also – wie die anderen Systeme natürlich gleichermaßen - in alle nur denkbaren (Fremd-) Systeme einklinken (müssen). Diese Verlinkung gilt für Legacy-Anwendungen wie für die neuen Anwendungen auf einer Unzahl von derzeit noch gar nicht bekannten mobilen Devices in der Morgendämmerung eines allumfassenden netzbasierten und kommunikationszentrierten Ubiquitous Computing.
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Vor diesem Hintergrund spielt das Anwendermanagement mit dem Kern "identity management" eine entscheidende Rolle. Traditionsgemäß ist Benutzerverwaltung in Systemplattformen, individuelle Anwendungen und Ressourcen eingekapselt. Die Notes/Domino Plattform ist hier ein Beispiel für eine solche Umgebung mit bewährten Mechanismen für die Benutzerverwaltung. Die in Notes/Domino verwandten Basistechnologien sind zeitgemäß, ihre gesamte Systemeinbettung ist beispielhaft. In dem Masse allerdings, in dem Notes/Domino Lösungen als wichtige Komponenten in einem integrierten Systemverbund mit vielfältigen anderen Plattformen und Anwendungen fungieren, verschiebt sich die Sichtweise grundlegend. Mit einemmal steht das Management einer komplexen Benutzergesamtheit mit jeweils hochindividuellen Profilen und Privilegien für den Einzelnen im Vordergrund. Es sind dabei nicht die Benutzer innerhalb einer Systemumgebung zu "verwalten", sondern – invers dazu – sind operativ in Realzeit die mit der Benutzerrechtvergabe zusammenhängenden Prozesse im Systemverbund dynamisch abzuwickeln. "Single-signon" und Portale sind Facette dieser Entwicklung.
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Im Vortrag werden grundlegende Aspekte der sich abzeichnenden neuen Architektur eines föderativen Identitätsmanagements im Kontext von Notes/Domino aufgezeigt. Es werden die Weiterentwicklungen der technologischen Infrastrukturen (Directories, Authentification) diskutiert, welche die dazu notwendigen wichtigsten Funktionen unterstützen, wie z.B.: Authorization, Zugriffskontrolle, Sicherheit und Credentials. .