Finke, Wolfgang F.: Wirtschaftsinformatik-Studium an der Fachhochschule Jena - Eine Erfolgsstory, in: Pressemitteilung Fachhochschule Jena, Fachhochschule Jena, Jena, 23.05.00 2000.

THEMES: Finke, Wolfgang F.
YEAR: 2000
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User: Anonymous


PLACES: Jena
TIME: 2000
 

Autor: Wolfgang. F. Finke
Status: DRAFT
Datum: 23.05.00

Entwurf einer FHJ Pressemitteilung:

Wirtschaftsinformatik-Studium an der Fachhochschule Jena - Eine
Erfolgsstory

Mit der gerade laufenden Berufung des vierten, im Studienschwerpunkt
Wirtschaftsinformatik des Fachbereichs Betriebswirtschaft lehrenden
Professors wird der erfolgreiche Aufbau des
Wirtschaftsinformatik-Schwerpunktstudiums demnächst seinen vorläufigen
Abschluss finden. Die Aufbauphase begann vor mehr als fünf Jahren
allerdings recht kläglich: Im Schwerpunktstudium Wirtschaftsinformatik
waren gerade einmal drei Studenten eingeschrieben, eine der Professuren war
besetzt, das Experimentallabor Wirtschaftsinformatik bestand aus drei PCs
im fensterlosen Kopiererraum des Fachbereichs - und es gab eine Menge an
Aufbauarbeit zu leisten, die vom kompletten inhaltlichen Aufbau der
Studieninhalte nach dem Muster vergleichbarer US-Studiengänge bis zur
Schaffung einer innovativen Groupware-basierten Lehr- und Lernumgebung
reichte. Heute studieren knapp 60 Studenten im Schwerpunkt
Wirtschaftsinformatik und die jährlichen Zuwachsraten bei den
Studentenzahlen liegen bei etwa 100%. Die Jenaer
Wirtschaftsinformatik-Absolventen und -Absolventinnen sind in der
Bundesrepublik - und auch darüber hinaus - begehrt: Häufig haben sie ihren
ersten Anstellungsvertrag bereits weit vor Abschluss ihres Studiums in der
Tasche, und sie erzielen beim Start ins Berufsleben schon Spitzeneinkommen
- momentan sind dies üblicherweise 75-85 TDM. Starteinkommen in dieser Höhe
werden allerdings fast ausschliesslich von IT Service- und
Beratungsunternehmen in den alten Bundesländern geboten, bei denen die
meisten Absolventen dann auch ins Berufsleben starten.
Was ist das nun das Erfolgsgeheimnis der Jenaer
Wirtschaftsinformatik-Ausbildung? Geheimnisse gibt es eigentlich keine, die
über die üblichen Erfolgsrezepte der Fachhochschule hinausgehen: Die
Professoren besitzen alle die an FHs erforderliche Doppelqualifikation -
als profilierte Wissenschaftler und als langjährig erfolgreiche Manager in
der Wirtschaftspraxis. Die Studenten und Studentinnen sind motiviert und
werden mit zeitgemässen und ständig auf dem aktuellen Stand gehaltenen
Studieninhalten ausgebildet. An der FH Jena geht es dabei in der
Wirtschaftsinformatik insb. um die Themenschwerpunkte "modulare
betriebliche Anwendungssysteme (SAP)" und "Client-Server Netzwerke -
Internet-Anwendungsentwicklung". In der Forschung befasst man sich seit
vielen Jahren mit technischen, organisatorischen und didaktischen
Fragestellungen des Lernens via Computernetzwerke. Die im Bereich
"Net-Learning" - insb. auch mit langjähriger und kontinuierlicher
Unterstützung der Unternehmen IBM und Lotus erarbeiteten
Forschungsergebnisse fliessen dabei direkt wieder in die Verbesserung der
Lehr- und Lernverfahren am Fachbereich Betriebswirtschaft ein: Während an
anderen Hochschulen noch über den Einsatz netz-basierter Selbstlernkonzepte
diskutiert wird, konnten die Jenaer Wirtschaftsinformatiker das
Internet-Lernen schon seit fünf Jahren ab dem ersten Studiensemester
ausprobieren. Besonders spannend war dabei der erstmalige Einsatz eines
reinen, nach dem in den USA entwickelten Progressive Mastery Lerning
Verfahren modellierten Selbstlernkonzeptes mit etwa 220
Erstsemester-Studenten und -Studentinnen ab Oktober 1999. Den meisten
Teilnehmern hat das neue Verfahren Spass gemacht - und mehr gelernt als
sonst wurde auch: Anstatt 50% der Klausurpunkte musste man 90% erreichen -
trotzdem sind nur etwa 4,5% der Teilnehmer durch die Prüfung gefallen.