digitalbusiness-magazin; Nastansky, Ludwig: Das Zeitalter der e-Collaboration ist endlich angebrochen, in: digitalbusiness magazin, Win-Verlag GmbH & Co. KG, München 2006.

10 Jahre Notes Magazin/digitalbusiness Magazin - Jetzt, mit einem Mal, nach 10 teils harten Jahren der Diaspora, sind „Collaboration-Informationssysteme“ in aller (IT-) Munde. Nicht die getürkte Variante, wie kürzlich z.B. von Oracle auf einem Seminar vorgestellt: Nach dieser Positionierung fällt s...

THEMES: digitalbusiness-magazin | Nastansky, Ludwig\...\Collaboration
YEAR: 2006
 

Comments/attachments: Close
 
Resources
.
Digital Business_10 Jahre_e-Collaboration.pdf
.
      Das Zeitalter der e-Collaboration ist endlich angebrochen
      .
      Jetzt, mit einem Mal, nach 10 teils harten Jahren der Diaspora, sind „Collaboration-Informationssysteme“ in aller (IT-) Munde. Nicht die getürkte Variante, wie kürzlich z.B. von Oracle auf einem Seminar vorgestellt: Nach dieser Positionierung fällt schon technisches Zusammenflanschen von Teilsystemen im e-Business unter „Collaboration“. Nein, gemeint ist die echte „CCCC“-Variante: Unterstützung der professionellen Zusammenarbeit von Menschen mit IT-Hilfsmitteln, die persönliche Communication, Collaboration/Cooperation und Coordination in effektiver Team-basierter Weise in einer Organisation ermöglichen.
      .
      Dieser Variante hat sich das Geburtstagskind „Notes Magazin / Digital Business“ in den letzten 10 Jahren unermüdlich und erfolgreich gewidmet. Erfolgreich einerseits, weil es dabei in dieser Zeit in seiner Fokussierung auf Themen der Computer-gestützten Teamarbeit eine treue Gefolgschaft von Lesern und Autoren um sich zu scharen gewusst hat – trotz oft kalter Gegenwinde. Bei Begriffen wie „treuer Gefolgschaft“ stockt dem Autor im Zeitalter des e-Business und der kontinuierlichen Prozessänderung einschließlich Kommen und Gehen von Publikationsorganen gleichwohl der Tastenanschlag. Nicht Melancholie ist an dieser Stelle gefragt, sondern erfolgreich ist gemeint vor allem im Sinne von beharrlichem Wissen und konsequenter Vermittlung essenzieller IT-Zukunftskonzepte.
      .
      Man glaubt es kaum, aber alles spricht dafür, dass „Collaboration-IS“ einer der nächsten IT-Hypes wird. Beim Fähnlein der Eingeweihten, die sich bisher im wesentlichen um ihren Groupware-Kristallisationskern Lotus geschart haben, ist Verblüffung eingekehrt: Die bisherigen Alleinstellungs-Grundmaximen wurden auf allen Fronten von anderer Seite geklaut.
      .
      Millionen von Menschen arbeiten weltweit erfolgreich in verteilter Umgebung beim Wissens-„Sharing“ auf e-Dokumentenbasis zusammen – Wikis sind kein Zauberwort mehr. Skype hat auf den Konsumentenmärkten zum Durchbruch von Instant Messaging, „Awareness“-Funktionalitäten und Sprach-/Video-Direktkommunikation im Kontext virtueller Communities geführt. Den Millionen von Lümmeln, die tagtäglich in meisterhaft visualisierten Gruppenräumen im Internet in laufenden wechselnden Gangs Counter-Stikend herumballern, vermittelt das „White-Boarding“ in Business-Software konzeptionell und von den Benutzerschnittstellen her eher Hinweise auf Vergangenes. Die kommerziellen Seminaranbieter setzen e-Collaboration Kongresse auf ihr Programm. Microsoft eröffnet endlich den fairen Wettbewerb um Collaboration-IS, in dem es Groove als Collaborationskomponente in sein Office Systemangebot einbindet (und damit nicht mehr Groupware mit e-Mailing gleichsetzt).
      .
      Also: Das Zeitalter von Collaboration-IS ist angebrochen. Mit seiner Vielfalt von Optionen können mehr und mehr IT-Sachargumente um den für das jeweilige Business Umfeld besten CCCC-Ansatz die oft missbrauchten Glaubensfragen verdrängen. Dem Geburtstagskind „Notes Magazin / Digital Business“ wünsche ich, dass es auch für die nächste Dekade dabei bleibt, als herausragende Plattform für kompetente IT-Sachargumente im Bereich der Collaboration-Komponenten im Rahmen verbundener Informationssysteme zu dienen. Seinem Mentor Peter von Bechen wünsche ich von ganzen Herzen, dass er in seiner geduldigen wie unerschrockenen Beharrlichkeit in diesem Sinne fortfährt.
      .
      .
      Ludwig Nastansky
.