Touchard, Jörg; GCC Teaching: Modellierung verteilter Vorgangsbearbeitung - Konzeption und prototypische Implementierung eines graphischen Vorgangseditors für verteiltes, Groupware-basiertes Workflow Management, Master Thesis, Department of Business Computing 2, University of Paderborn 1996.

THEMES: Touchard, Jörg | GCC Teaching\...\3 Completed
YEAR: 1996
 

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    Eine immer weiter fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft macht es notwendig, daß Organisationen miteinander Kooperationen eingehen. Es ist daher zwingend erforderlich, die anfallenden Arbeitsabläufe und die hieraus entstehende verteilte Bearbeitung gemeinsamer Vorgänge in den Organisationen mit Hilfe eines Bürokommunikationssystems optimal zu gestalten. Eine solche Software muß den Sicherheitsbedürfnissen der Organisationen gerecht werden und die gemeinsame Bearbeitung von Vorgängen in offenen Arbeitsgruppen und die hierzu erforderlichen Arbeitsabläufe (Workflows) in weit verteilten Netzen (WAN) erlauben. Das an der Lehr- und Forschungseinheit Wirtschaftsinformatik 2 der Universität-GH Paderborn entwickelte Workflow Management-System "GroupFlow", welches intra-oganisationale Prozesse plant und steuert, wurde weiterentwickelt und auf die zusätzlichen Anforderungen des Wide Area Workflow Managements angepaßt. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird das zum "Wide Area GroupFlow" gehörende Modul zur grafischen Modellierung der die Unternehmensgrenzen überschreitenden Prozesse prototypisch entwickelt. Es werden Konzepte zur Behandlung von standardisierten und ad hoc-Vorgängen aufgestellt und im Prototypen realisiert. Dabei werden insbesondere die Behandlung der inhaltlichen Filterung (Content Management) und die Protokollierung (Tracking) von Informationen, die zwischen verteilten Organisationen ausgetauscht werden sollen, betrachtet.

    Zunächst werden im zweiten Kapitel wichtige Begriffe definiert, die in der vorliegenden Arbeit von erheblicher Bedeutung sind. Das Workflow Management, das die Vorgangsbearbeitung von aufeinander folgenden Arbeitsschritten darstellt, wird als Teilgebiet des Workgroup Computing beschrieben. Danach wird zwischen Lokalen, auf den Standort des Unternehmens beschränkten Arbeitsabläufen und Wide Area Workflows differenziert, die über die Grenzen des Unternehmens hinwegfließen. Als Content Management bezeichnet man die Unterdrückung bzw. Zurückhaltung von Teilinformationen bei der Vorgangsbearbeitung, das Tracking ist das Protokollieren der sich wärend des Workflows verändernden Informaionen.

    Im dritten Kapitel wird die verwendete Arbeitsumgebung in ihren wesentlichen Aspekten kurz beschrieben. Zunächst wird die Plattform Lotus Notes vorgestellt. Hierzu werden die Grundlagen der Dokumentenverarbeitung und die grundlegenden Kommunikatonstechniken vorgestellt. Dabei geht der Autor auf Mechanismen wie Replikation und Notes-Mail ein. Am Ende dieses Kapitels wird auf die Struktur des "Wide Area GroupFlow"-Systems eingegangen. Dabei beschreibt Jörg Touchard vier grundätzliche Arten von Wide Area Workflow. Dazu gehören Seqential Workflow Parts (SWP), bei denen die Prozeße der verschiedenen Unternehmen hintereinander ablaufen, des weiteren Nested Workflow Parts (NWP), bei denen Anfragen direkt in die Abläufe des anderen Unternehmens eingeschleust und sofort nach Bearbeitung wieder in den eigenen Workflow integriert werden. Außderdem existieren noch Parallel Workflow Parts with Synchronisation (PWPS), bei denen die Prozesse in verschiedenen Organisationen gleichzeitig ablaufen. Die vierte Kategorie ist die "Complete Integration of Workflow Parts" (CIWP), bei denen die einzelnen Stellen der beiden Organisationen in den gemeinsamen Ablauf integriert werden. In einem nächsten Abschnitt werden das Architekturkonzept von "Wide Area GroupFlow" aufgezeigt und es wird auf die beiden Konzepte "Share" und "Send" der Verbindung zweier Organisationen eingegangen.

    Im vierten Kapitel wird der Entwurf eines Modells zur Modellierung von verteilten, Groupware-basierten Vorgängen mit einem grafischen Vorgangseditor vorgestellt. Zunächst wird die grundlegende Konzeption mit einer allgemeinen Beschreibung der Fähigkeiten erklärt. Eine wesentliche Grundlage des Wide Area Object Routings ist die Adressierung der Objekte. Hierfür wird ein Konzept der Vergabe von Identifikationsnummern vorgestellt. Anschließend erfolgt die Vorstellung der Konzeption für die Modellierung und Beschreibung von verteilten Vorgängen auf Prozeßebene, danach auf Workflowebene. In einem weiteren Abschnitt wird ein Konzept für die Behandlung des Content Managements vorgestellt. Den Abschluß dieses Kapitels bildet eine Konzept für die Modellierung von zu protokollierenden Informationen für die verteilte Vorgangsbearbeitung.

    Das vierte Kapitel gibt einen Überblick über die prototypische Implementierung des "Wide Area GroupFlow"-Systems. Hierzu wird die Erweiterung des des GroupFlow-Repositories um die Anforderungen des Wide Area Workflows betrachtet und anschließend Datenstrukturen und Algorithmen für die Programmierung des grafischen Vorgangseditors dargelegt.

    Die Beschreibung der Installation und ein Ausblick auf zukünftige Erweiterungen schließen die Arbeit ab.

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