DNUG/University of Paderborn/GCC Events: DNUG Hochschultag 2006 - Collaborative Workplaces for Universities: 22.-23. Juni 2006, Universität Paderborn, Campus, Groupware Competence Center, Paderborn 2006.

"Von Hochschulen für Hochschulen" - unter diesem Motto wird es in diesem Jahr wieder einen Hochschultag der DNUG geben. Die Vortragstracks "Collaborative Workplaces in der Lehre", "Collaborative Workplaces in Forschung und Projekten" sowie "Collaborative und Blended Learning" kennzeichnen die Theme...

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YEAR: 2006
PERM. URL: http://gcc.upb.de/K-Pool/hochschultag2006
 
Themenprofil der Tagung
      Das Tagungsmotto:
      "Teamarbeit ist angesagt -
      COLLABORATIVE WORKPLACES FOR UNIVERSITIES"

      sehen wir, in der Tradition der DNUG-Hochschultage, vor dem folgenden Hintergrund:
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      Die Virtualisierung hat in den letzten Jahren auf breiter Front in alle gesellschaftlichen Bereiche Einzug gehalten, so auch im Hochschulbereich. Der Weg dahin, neben die gewohnten und anfassbaren "Brick-and-Mortar"-Realitäten eines Hochschulcampus eine virtuelle Infrastruktur aufzubauen war und ist, wie es sich für nachhaltige und grundlegende Umwälzungen gehört, alles andere als geradlinig.
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      So haben wir uns in den letzten Jahren auseinandergesetzt mit kreativen Ausflügen auf vielfältige Nebengleise des sog. "e-Learning". Wir sind manchen Irrungen oder Übertreibungen bei technischen Innovationen aufgelaufen - insbesondere im Hinblick auf Prioritätensetzung (wir erinnern uns: unverzichtbar und modern sind nur noch "Multimedia"). Wir haben uns den Herausforderungen für Plattformtechnologien im Backend, beim Benutzer-Client und dem dazugehörigen Verständnis gestellt ("Meine Folien sind im Web gepostet, mit URL http:/x.y.z über den Browser [welchen??] abrufbar, also habe ich mich erfolgreich als e-Hochschullehrer/-in wegrationalisiert"). Wir haben versucht, den Produktüberblick und die nötige Beurteilungskompetenz aufrechtzuerhalten angesichts enormer Anstrengungen und anschließender Misserfolge der Hersteller bei der Vermarktung umfassender Produktplattformen für die virtuelle Hochschule ("Warum wurde der legendäre 'Notes Learning Space' von Lotus nicht das SAP für die Hochschule?"). Wir haben uns, gerade auch in Deutschland, auf die tückischen Minenfelder von Glaubenskriegen für den richtigen pädagogischen Ansatz begeben oder gefochten für die letzten Bastionen der Hochkultur eines echten akademischen Wissenschaftsbetriebs, in denen "e-" für alle Zeiten nichts zu suchen hat.
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      Dabei haben wir sehr viel gelernt über diese sich auftuende faszinierende neue Welt - und sind nüchterner geworden. Die Revolution "e-Learning" ist dabei, vernünftigerweise zu einer Evolution zu mutieren, in der "Brick-and-Mortar" einerseits und virtuelle Konzepte andererseits z.B. im Ansatz des "Blended Learning" integrativ verstanden werden und so friedvoll wie fruchtbar koexistieren können. Analog wie SAP nicht mehr und nicht weniger als eine der Produktoptionen für wichtige IT-Bereiche einer modernen Unternehmung neben anderen nicht minder wichtigen IT-Bereichen darstellt, genau so findet die Ausdifferenzierung in den Virtualisierungskomponenten des Hochschulbetriebs statt. Es kann und wird hier nicht den e-Ansatz oder gar das e-Produkt geben, wodurch endgültig Stabilität in diese seit Jahren unruhige Front auf dem Campus gebracht werden kann. Vielmehr sehen wir einem flexiblen Umfeld mit vielfältigen Funktionalitäten entgegen, bei dem - technologisch gesehen - IT-Komponenten in einer hochdifferenzierbaren föderativen Umgebung zusammenarbeiten (können und werden).
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      In dieser Umgebung sind die Komponenten "Collaboration" und "Workplaces" als zentrale Themen des Hochschultags unabdingbare Komponenten. "Collaboration" ist hier verstanden als Zusammenarbeit von allen Hochschulangehörigen, in der Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, in vielfältigen Teamkontexten. Mit "Workplaces" sind auf die jeweilige Rolle auf dem Campus abstellbare und hochindividualisierbare Arbeitsumgebungen gemeint. Diese "Workplaces" erlauben z.B. den Hochschullehrern, sich in ihrer jeweilig gewünschten Kombination von "Brick-and-Mortar" Wirkungsbereichen auf dem Campus einerseits und e-Learning orientierten Prozessphasen im IT-Netzumfeld andererseits nach ihrem persönlichen Gusto zu entfalten. Diese Workplaces werden grundlegend anders sein, als derzeit oft (miss-) verstanden wird: Bei diesen Workplaces spielt z.B. im normalen Alltagsbetrieb ein html-Editor keine Rolle, wohl aber Kommunikations- und Zusammenarbeitsfunktionen mit Kolleginnen und Kollegen. Bei diesen Workplaces spielt e-Mailing zwar eine Rolle, aber eine sehr differenzierte und ist z.B. verbannt als standardmäßige Individualkommunikationskomponente für kompetente Betreuung und Kommunikationsprozesse mit den Studierenden, die eine Massenveranstaltung mit sich bringt. Bei diesen Workplaces spielen Konzepte, Architekturen, Funktionalitäten und IT-Werkzeuge eines grundsätzlichen "Information Sharing" im lebendigen Arbeitsalltag eine entscheidende Rolle - und werden bis dato, wenn überhaupt, allenfalls in Ansätzen genutzt. Mithin: An diesem Verständnis des richtigen Arbeitsplatzes für Lehrende an einer Hochschule, gegebenfalls integriert in ein Lehrstuhl- und Institutsteam, ist noch ordentliche Gestaltungsarbeit zu leisten. Ein Leitmotto für den Hochschultag ist gerade dieses Thema.
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      Vor diesem Hintergrund wollen wir die geplanten einzelnen Themenbereiche im Vortrags-, Workshop- und Laborprogramm des Hochschultages
      • "Collaborative Workplaces" in der Lehre
      • "Collaborative Workplaces" in Forschung und Projekten
      • Collaborative und Blended Learning
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      positionieren.
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      Prof. Dr. Ludwig Nastansky
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